Wissenswertes zur Osteopathie
Die Osteopathie gehört zu den manuellen Therapieformen und bezieht sich auf die Behandlung von drei großen Bereichen:
- Strukturelles und parietales System (Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien)
- Viszerales System (innere Organe)
- Craniosakrales System (Zentrales Nervensystem, Sinnesorgane)
Der Begründer der Osteopathie, der amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still entwickelte vor mehr als 120 Jahren 4 Grundprinzipien, die noch heute in allen Bereichen der Osteopathie gültig sind
1. Der Mensch wird als eine Einheit gesehen
In der Osteopathie werden nicht die Krankheit oder Symptome behandelt, sondern der Mensch als ganzheitliche Einheit aus Körper, Geist und Seele. Daher betrachtet der Osteopath neben dem Körper auch psychisch-emotionale Aspekte und bezieht u.a. ebenfalls Ernährung, Bewegung und Entspannung mit ein.
2. Der Körper besitzt Selbstregulations- oder auch Selbstheilungskräfte
Diese sind nur aktiv, wenn sich der Körper im inneren Gleichgewicht befindet. Fehlstellungen von Knochen, eingeschränkte embryologische Rotationen von Organen oder Mangelernährung können dieses innere Gleichgewicht beispielsweise stören und zu Funktionsstörungen führen. Aus diesem Grund ist es das Ziel einer osteopathischen Behandlung, die Selbstregulationskräfte zu stimulieren und zu unterstützen.
3. Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig
Ist die Körperstruktur eingeschränkt oder verschoben, ist auch die Funktion des Körpers verändert. Mit seinen Händen löst der Osteopath Bewegungseinschränkungen und unterstützt damit den Körper, die Funktion wieder zu normalisieren und ins Gleichgewicht zu kommen.
4. Eine Osteopathische Therapie beruht auf dem Zusammenspiel der ersten drei Prinzipien